Chemikum Marburg und SFB 1083 beteiligen sich am Girls Day 2019

Mit zwei Angeboten hat sich das Chemikum Marburg in diesem Jahr wieder in Zusammenarbeit mit dem Projekt Öffentlichkeitsarbeit des SFB 1083 „Struktur und Dynamik innerer Grenzflächen“ am Girls‘ Day 2019 beteiligt.


In den Laborräumen des Chemikum Marburg konnten 50 Teilnehmerinnen unter fachkundiger Anleitung eigenhändig chemische und physikalische Experimente durchführen, um die Arbeitsgebiete von Naturwissenschaftler*innen kennenzulernen.
Zu dem Angebot gehörten Experimente zur Anwendung von Säure-Base-Reaktionen, zur Wärmeentwicklung bei chemischen Reaktionen und zur Leitfähigkeit von chemischen Stoffen.


Insbesondere gab es Einblicke in eine der zentralen Fragestellungen mit denen sich die Forschenden im SFB 1083 beschäftigen: Wie laufen Reaktionen an Grenzflächen ab? Die Besucherinnen lernten zudem Messmethoden kennen, die  in den Arbeitsgruppen des Forschungsverbunds verwendet werden. 

 

„Der Girls Day ermöglicht es uns, mittels interessanter Experimente und Workshops die Arbeitsweise von Wissenschaftlerinnen darzustellen und dadurch bei Schülerinnen die Begeisterung an den MINT-Disziplinen zu wecken“, stellen Prof. Stefanie Dehnen und Dr. Christof Wegscheid-Gerlach fest. Beide sind Mitglieder des Direktoriums des Chemikum Marburg e.V. und sie leiten das Ö-Projekt im SFB 1083.

Im zweiten Angebot des Ö-Projekts beschäftigten sich 18 Teilnehmerinnen mit der Informatik und deren Anwendung

innerhalb der Naturwissenschaften.

 

Dieser Workshop wurde in Zusammenarbeit mit Michael Szabo, Fachdidaktik der Informatik der Philipps-Universität/MLS Marburg, veranstaltet.


Um Messmethoden passgenau für die Forschung einsetzen zu können, ist es notwendig, dass die Messinstrumente mit Hilfe von Computerprogrammen angepasst werden.


Am Beispiel der Atomic Force Microscopy (AFM) wurde gezeigt, welche Steuerungsvariationen bei der Messung von Grenzflächen eingeführt werden können. Um das Messgerät besser verstehen zu können wurde die Rasterkraftmikroskopie anhand eines Lego-Modells verdeutlicht. Schnell wurde klar, dass ohne Programmierkenntnisse die Steuerung von Messgeräten schwierig ist.


Deshalb beschäftigten sich die Teilnehmerinnen danach mit der Programmiersprache scratch. Dabei wurden grundlegende Kenntnisse des Programmierens vermittelt, und am Ende des dreistündigen Workshops konnten die Teilnehmerinnen ihr erstes selbst erstelltes Programm ausprobieren und auch Veränderungen im zugehörigen Programm-Code durchführen.